Eingetragen am:
27.08.2007 - 13:42:27 (Geändert 16.07.2008 - 11:02:00)
Lasiodora parahybana Vogelspinnen
Vogelspinnen
Lasiodora parahybana (Mello-Leitäo, 1926) http://www.schwabinger-zoo.de
Beschreibung: Die Grundfarbe dieser Art ist Schwarzbraun, wobei der Carapax von einem dünnen, beigen Saum umrandet ist. Auch die Gelenke der Extremitäten sind leicht Beige abgesetzt. Längsstreifen in einem blassen Beige, ziehen sich von den Patellen beginnend entlang der Glieder .Der Opisthosoma ist von vielen langen roten Haaren geschmückt. Weibchen können eine Größe von bis zu 9 – 10 cm Körperlänge erreichen und dabei 20 Jahre alt werden. Männchen können nach der Reifehäutung noch vier Jahre weiterleben.
Vorkommen: Der Name Lasiodora parahybana leitet sich von dem Herkunftsgebiet, das so genannte Paraiba-Gebiet, das früher Parahuba hieß, ab. Dieses Gebiet liegt in Brasilien in einer relativ trockenen Region.
Haltung: Diese Art benötigt ein relativ großes Terrarium mit den Maßen 40 x 25 x 30 cm (H x B x T), welches mit 5 – 10 cm Bodengrund ausgefüllt sein sollte. Der Boden sollte immer feucht gehalten werden und auch die relative Luftfeuchtigkeit sollte 60 – 70% betragen. Die Haltungstemperatur sollte bei 25°C mit einer leichten Nachtabsenkung liegen. Die Einrichtung lässt sich mit einem Korkstück als Versteckmöglichkeit und einem Wassernapf abrunden.
Als Futter kann man großen Exemplaren sogar Mäuse anbieten, ansonsten die üblichen Insekten.
Zucht: Das Männchen sollte bei der Paarung unter besonderer Beobachtung stehen, da das Weibchen es nach der Kopulation auch schon mal angreift.
Der Kokon hat eine Zeitigungsdauer von 10 – 12 Wochen, wobei vorab einige Monate vergehen, bevor es zum Kokonbau kommt. Es besteht eine enorme Schlupfrate, denn in der Regel enthält der Kokon über 1000 Spiderlinge. Ausnahmebericht sprechen sogar von 3000 Spiderlinge. Da die Anzahl so enorm ist, ist die Größe dementsprechend winzig und das Wachstum geschieht nur langsam.
Verhalten: Bei der Lasiodora parahybana handelt es sich um eine Spinnenart, die sehr wehrhaft ist. Sie benutzt zur Verteidigung nicht nur ihr Brennhaare, sonder sie beißt auch kräftig zu. Weibchen sind grundsätzlich sehr aggressiv, nur einzelne Männchen können im Alter ruhiger werden.
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